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Arbeiten in der Schwangerschaft: Warum Grenzen setzen wichtig ist

Eine Schwangerschaft verändert vieles, manchmal sichtbar, manchmal ganz leise. Vielleicht bist du schneller müde, brauchst häufiger eine Pause oder merkst, dass dir der gewohnte Arbeitsalltag mehr Energie abverlangt als zuvor. Trotzdem möchtest du zuverlässig bleiben, dein Team nicht enttäuschen und deine Aufgaben weiterhin gut erledigen.

Eine Schwangerschaft verändert vieles, manchmal sichtbar, manchmal ganz leise. Vielleicht bist du schneller müde, brauchst häufiger eine Pause oder merkst, dass dir der gewohnte Arbeitsalltag mehr Energie abverlangt als zuvor. Trotzdem möchtest du zuverlässig bleiben, dein Team nicht enttäuschen und deine Aufgaben weiterhin gut erledigen.

Doch auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Wenn du deine Grenzen wahrnimmst und rechtzeitig kommunizierst, schützt du deine Gesundheit und schaffst gute Voraussetzungen für deinen weiteren Arbeitsalltag.

Arbeiten in der Schwangerschaft: Warum sich dein Energielevel verändern kann

Jede Schwangerschaft verläuft anders. Manche Frauen fühlen sich lange leistungsfähig, andere erleben bereits früh Müdigkeit, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden oder Konzentrationsschwierigkeiten. Auch Rückenbeschwerden, Schlafprobleme oder eine zunehmende körperliche Belastung können den Berufsalltag beeinflussen.

Vielleicht gibt es Tage, an denen du dich fast wie gewohnt fühlst. An anderen Tagen ist bereits der Arbeitsweg anstrengend. Beides darf sein. Dein körperliches und emotionales Befinden kann sich während der Schwangerschaft verändern. Deshalb kann es hilfreich sein, deine Belastbarkeit immer wieder neu einzuschätzen, anstatt den gewohnten Massstab unverändert beizubehalten.

Grenzen setzen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen

Viele Schwangere haben den Anspruch, weiterhin alles genauso zu schaffen wie vor der Schwangerschaft. Sie übernehmen zusätzliche Aufgaben, lassen Pausen aus oder sprechen Beschwerden erst an, wenn die Belastung kaum noch auszuhalten ist.

Grenzen zu setzen bedeutet jedoch nicht, weniger engagiert zu sein. Es bedeutet, bewusst mit den eigenen Kräften umzugehen. Wer frühzeitig merkt, was zu viel wird, kann oft einfacher gegensteuern und gemeinsam mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber nach passenden Lösungen suchen.

Eine Grenze kann zum Beispiel bedeuten:

  • eine Pause einzulegen, bevor die Erschöpfung zu gross wird

  • zusätzliche Aufgaben nicht automatisch zu übernehmen

  • um eine Anpassung des Arbeitsplatzes zu bitten

  • belastende Tätigkeiten offen anzusprechen

  • Termine realistischer zu planen

  • Unterstützung anzunehmen

  • nach Feierabend bewusst abzuschalten

Es muss dabei nicht immer um grosse Veränderungen gehen. Oft können bereits kleine Anpassungen den Arbeitsalltag spürbar erleichtern.

Auf die Signale deines Körpers hören

Dein Körper leistet während der Schwangerschaft viel. Müdigkeit, Schwindel, Schmerzen oder ein zunehmendes Gefühl der Überforderung solltest du deshalb nicht einfach wegdrücken.

Hilfreich kann sein, zwischendurch kurz innezuhalten:

  • Wie fühle ich mich gerade?

  • Was kostet mich heute besonders viel Energie?

  • Wann brauche ich eine Pause?

  • Welche Aufgabe könnte ich anders organisieren?

  • Wo wünsche ich mir Unterstützung?

Nicht jede Beschwerde ist automatisch besorgniserregend. Trotzdem ist es sinnvoll, wiederkehrende oder zunehmende Beschwerden mit deiner Hebamme, Ärztin oder deinem Arzt zu besprechen. Bei akuten, starken oder ungewohnten Beschwerden solltest du zeitnah medizinischen Rat einholen.

So kannst du deine Bedürfnisse bei der Arbeit ansprechen

Über persönliche Grenzen zu sprechen, fällt nicht allen leicht. Vielleicht möchtest du nicht kompliziert wirken oder hast Sorge, dass deine Leistungsfähigkeit infrage gestellt wird. Ein Gespräch muss jedoch keine Rechtfertigung sein. Es kann vielmehr darum gehen, gemeinsam Voraussetzungen zu schaffen, unter denen du deine Arbeit weiterhin gut und sicher ausüben kannst.

Du könntest das Gespräch beispielsweise so beginnen:

« «Ich möchte meine Aufgaben weiterhin zuverlässig erledigen. Gleichzeitig merke ich, dass mich bestimmte Tätigkeiten momentan stärker belasten. Ich würde deshalb gerne mit dir anschauen, welche Anpassungen möglich sind.» »

Oder etwas konkreter:

« «Langes Stehen fällt mir zunehmend schwer. Können wir gemeinsam prüfen, ob ich diese Aufgabe teilweise im Sitzen erledigen oder mich häufiger abwechseln kann?» »

Mögliche Lösungen können je nach Tätigkeit und Betrieb unterschiedlich aussehen:

  • regelmässige kurze Pausen

  • ein ergonomisch angepasster Arbeitsplatz

  • weniger langes Stehen oder Sitzen

  • eine andere Aufgabenverteilung

  • Unterstützung bei körperlich belastenden Tätigkeiten

  • flexiblere Arbeitszeiten

  • zeitweises Arbeiten von zu Hause, sofern dies betrieblich möglich ist

  • klarere Prioritäten und realistische Fristen

Je konkreter du beschreiben kannst, was dich belastet und was dir helfen würde, desto leichter lässt sich häufig eine passende Lösung finden.

Welche Schutzbestimmungen gelten in der Schweiz?

In der Schweiz gelten während der Schwangerschaft besondere Schutzbestimmungen. Arbeitgebende müssen Schwangere über mögliche Gefahren am Arbeitsplatz informieren und geeignete Schutzmassnahmen treffen. Die Arbeitsbedingungen müssen so gestaltet sein, dass weder die Gesundheit der Schwangeren noch jene des Kindes beeinträchtigt wird. [seco.admin.ch], [seco.admin.ch]

Als beschwerlich oder gefährlich können beispielsweise das Bewegen schwerer Lasten, ermüdende Körperhaltungen, Schicht- und Nachtarbeit sowie die Einwirkung von grosser Hitze, starker Kälte, Lärm, schädlichen Stoffen oder bestimmten Mikroorganismen gelten. Betriebe müssen prüfen, ob entsprechende Gefährdungen vorhanden sind. [seco.admin.ch]

Bestehen am Arbeitsplatz besondere Risiken, kann eine fachliche Risikobeurteilung notwendig sein. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt kann auf dieser Grundlage Anpassungen der Arbeitsbedingungen verlangen oder ein Beschäftigungsverbot aussprechen. [seco.admin.ch]

Welche Regelungen auf deine persönliche Situation zutreffen, hängt unter anderem von deiner Tätigkeit, deinem Arbeitsplatz und deinem Schwangerschaftsverlauf ab. Bei Unsicherheiten kannst du dich an deine Arbeitgeberin oder deinen Arbeitgeber, die zuständige Ärztin oder den zuständigen Arzt oder das kantonale Arbeitsinspektorat wenden. Das SECO nennt die kantonalen Arbeitsinspektorate als zuständige Stellen für Kontrollen sowie Fragen und Unklarheiten.

Pausen sind kein Luxus

Im Arbeitsalltag warten wir mit einer Pause oft so lange, bis wir bereits erschöpft sind. Während der Schwangerschaft kann es hilfreicher sein, Erholung bewusst einzuplanen.

Schon kleine Unterbrechungen können dir helfen, kurz durchzuatmen, etwas zu trinken, eine Kleinigkeit zu essen oder deine Position zu verändern. Wenn du viel sitzt, kann regelmässige sanGerne. Ich habe den Artikel bewusst warm, entlastend und selbstbestimmt formuliert, passend zur allmo Haltung: persönlich, verständlich und ohne Leistungsdruck. Inhaltlich orientiert er sich an den aktuellen Schweizer Schutzbestimmungen und grenzt allgemeine Orientierung klar von medizinischer oder rechtlicher Beratung ab. Die Tonalität folgt zudem dem internen Kommunikationsleitfaden allmo und dem allmo_brand-design-manual_2025-09-08: auf Augenhöhe, niederschwellig, klar und unterstützend.

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